Selbstinitiierte Behandlungen durch Covid-19 betroffene Patientinnen und Patienten mit Cannabis

Der neuartige Erreger Covid-19 kann durch seine hohe Infektiosität zu einer Gefahr für alle Menschen werden. Besorgniserregend ist zugleich, dass bisher kaum Behandlungsmöglichkeiten bekannt sind, mit denen Krankheitsverläufe zumindest gemildert und verkürzt, Heilungsprozesse unterstützt oder die Entwicklung schwerer Verläufe ausgebremst werden könnten. In die Suche nach geeigneten Heilmitteln wird von einigen Patienten auf eigene Initiative auch die Verwendung von Cannabis einbezogen. Immerhin unterstreichen die schon bekannten medizinischen Wirkungen von Cannabis (u. a. entzündungshemmend, antibiotisch, entkrampfend, Erweiterung der Bronchen, beruhigend), dass ein Rückgriff auf Cannabis, speziell auf die vaporisierende Inhalation von Cannabisblüten durchaus eine Möglichkeit sein könnte, zu einer Linderung von Symptomen oder zu einer Abheilung der Erkrankung beizutragen. Mit dieser Umfrage sollen die Erfahrungen von Covid-19-Patientinnen und Patienten zusammengetragen werden, die mehr oder weniger gezielt Cannabis eingesetzt haben, um ihre eigene gesundheitliche Situation zu bewältigen. 

https://survey.hs-merseburg.de/index.php/133554?lang=de

Helfen Sie mit, dass dieses Projekt bei vielen Covid-19-Patienten bekannt wird, die sich mit Cannabis therapieren. Denn nur wenn viele mitmachen, bekommen wir ein gutes Ergebniss.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Roßner

English Version:

Self-initiated treatments by Covid-19 affected patients with cannabis

The Covid-19 pathogen is a danger to all people. Only if we grasp and assess all possibilities as quickly as possible, we can find a solution to this problem together. This study is intended to give a brief overview of whether there is a possibility of alleviating symptoms or even to cope better with the disease by vaporizing inhalation of cannabis flowers. I hope that many people affected can participate in this anonymous study, so that we can quickly come to a result. we have only 12 questions, it will take 5 Minutes and its absolutely anonymous. when we help together, we will get fast a result. Please take part on this survey when positiv tested for Covid-19 and when use cannabis as medicine for this!

https://survey.hs-merseburg.de/index.php/662265?lang=en

Help to make this project known to many Covid-19 patients who are on cannabis therapy. Because only if many participate, we will get a good result.

Best wishes from Germany

Christoph Roßner

Cannabis und SARS-Coronavirus

In einer Studie die in Israel durchgeführt wurde, konnte die Linderung und die Beschleunigung, der Genesung, von SARS-Corona Erkrankten festgestellt werden.

Hier die Übersetzung der Zusammenfassung:

Cannabis Indica beschleunigt die Genesung vom Coronavirus. Das schwere akute respiratorische Syndrom (SARS) ist eine virale Atemwegserkrankung, die durch das SARS-Coronavirus (SARS-CoV) verursacht wird. Seit 2017 gibt es keine Heilung oder Schutzimpfung für SARS, die sich beim Menschen als sicher und wirksam erwiesen hat. Die Heilung der Coronavirusinfektion verhindert die klinische SARS . Cannabis indica beschleunigt die Genesung. Wieder genesene Personen infizieren andere nicht Phytocannabinoide (Cannabinoide) sind die natürlich vorkommenden Cannabinoide, die in der Cannabispflanze gefunden werden. Endocannabinoide sind Substanzen, die aus dem Körperinneren produziert werden und die Cannabinoidrezeptoren aktivieren… Das Cannabis-Harz ist antiviral und hemmt die Zellproliferation. Es enthält etwa 60 Cannabinoide. Es hat eine höhere Wirksamkeit als jede einzelne Verbindung wie THC oder CBD Cannabis-Indica-Harz ist antiviral und hemmt die Zellproliferation.

Quelle: https://www.researchgate.net/publication/339746853_Cannabis_Indica_speeds_up_Recovery_from_Coronavirus?fbclid=IwAR0GOjMoOL2DyyvlXzDXatrVZANlw9SSnEwLHTsDk6O7NfkllxQWnfmtEjw

Der Tod gehört allen

Legale Strebehilfe und was dies mit der der Freigabe von Drogen zu tun hat

Das Bundesverfassungsgericht hat wieder einmal gezeigt, dass christliche/monotheistische Politik nichts mit Demokratie zu tun hat. Nach fünf Jahren können wir endlich wieder schmerzfrei Streben. Dank dieser wichtigen Entscheidung ist es endlich wieder möglich in Frieden, ohne Leid zu gehen, wenn man es selbst für richtig hält. Wenn Christen/Monotheisten es vorziehen, unter Schmerzen, wie religiöse Vorbilder, sterben zu wollen, können sie das gerne weiterhin machen. Aber alle anderen haben nun die Möglichkeit, sich schmerzfrei aus diesem Leben zu subtrahieren und das ist gut so.

Wenn nun Herr Spahn, zusammen mit Herrn Marx oder Herrn Bedford-Strohm, eine Fristenregelung oder eine Beratung für Selbsttötungswillige einführen wollen, muss man ihnen sagen, dass der psychiatrische Dienst das schon macht und es geht euch auch nichts an. Wir haben hier wieder ein grandioses Beispiel dafür, wie sich Christen die Demokratie in ihrem Sinne schnitzen möchten, aber das ist halt das immerwährende Problem, dass Christentum und Demokratie nicht zusammenpassen können, weil man Wahn und Realität nicht zusammenführen kann. Dank unseres Grundgesetzes können die Christen in der Politik, zum Glück, nicht nach ihren Wahnvorstellungen und Ideologien regieren, aber sie machen den anderen das Leben zeitweise zur Hölle und das nur, weil sie es so wollen, in ihrer glaubensbedingten Angststörung.

Unsere Drogenpolitik fußt auf den den gleichen unverständlichen und inhumanen Gründen

Wenn jetzt die Verfassungsrichter auch noch die Selbstberauschung und den Besitz von Rauschmitteln legalisieren, dann können die „Ungläubigen“ und „Heiden“ endlich so in Frieden leben und sterben, wie sie es verdient haben, glücklich, ohne Angst und Schmerz. Drogen können einem helfen, das Leben zu verstehen und dann in Frieden gehen zu können, gerade Hanf mit seiner schmerz- und angstlindernden Wirkung sollte beim Sterben, genau wie LSD oder Psylocibin, frei erhältlich sein. Denn nur wer keine Angst hat, kann Frieden mit sich und seinem Leben machen. Wir brauchen endlich eine andere Drogenpolitik, die das Leben und das Sterben mit einbezieht, wir brauchen keine Verbotspolitik, die sich krampfhaft und ängstlich gegen Menschen stellt.

Meine Meinung:

Ich liebe das Leben und der Tod gehört mit dazu und ich gestalte mir das Leben und den Tod wie ich möchte. Dazu gehört, als Schlusskonsequenz, dass ich alle Drogen konsumieren und besitzen darf die mir das Leben und den Tod erleichtern. Leglize it, now!!

https://www.sueddeutsche.de/politik/sterbehilfe-bundesverfassungsgericht-entscheidung-1.4821296

Homo Alcoholicus – Die Angst vor der Angst

Einleitung

Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie mich der erste Fernseher meiner Eltern, voll in seinen Bann zog und mich lehrte, die Angst, als Teil einer Massenunterhaltung, lieben zu lernen. Spaß an der Angst, wie kann man sich dieses ur-menschliche, Verhalten nur erklären, sich freiwillig zu gruseln oder an den Rand einer posttraumatischen Belastungsstörung zu bringen, in dem man sich freiwillig, nur so zum Spaß, blutrünstige Splater-Filme anschaut? Das ist leider alles der Neugier zu zuschreiben, die in unserem Gehirn durch verschieden Belohnungsprinzipien, diverse Ausschüttungen hervorruft die uns einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Warum empfinden wir Warnsignale unseres Körpers nicht mehr als das was sie sind, nämlich Warnungen? Weil wir „modernen“ Menschen, durch unsere vermeintlich, sichere Umgebung und unsere unendlichen Konsummöglichkeiten gezwungen sind uns an diesen „sicheren Überfluss“ zu gewöhnen, obwohl aus biologischen und überlebenswichtigen Gründen unser Metabolismus auf maximales Sparen von Energie ausgelegt ist, deshalb ist der Mensch so effizient gewesen, in seiner planetaren Ausbreitung. Genau diese evolutionäre Fähigkeit wird dem Homo Sapiens aber nun zum Verhängnis, da gewisse biologische Funktionen auf diesem Planeten nun einmal Grundlage für ein Leben überhaupt sind. Der „moderne Mensch“ hat sich in den letzten 450 Jahren, von einer sehr gut angepassten und symbiotisch in seine Umwelt eingepassten Lebensform, zu einem wild-wuchernden, aggressiven Lebensformverbund zusammen gefunden, der mit einem aggressiven Röhren-oder-Schleimpilz zu vergleichen ist, der alles überzieht und zu einer Symbiose zwingt, die früher oder später dazu führt, das die natürlich-biologischen Lebensgrundlagen komplett zerstört und assimiliert werden. Aber warum verhält sich die „Krönung der Schöpfung“ so artschädigend, warum ist eine lebenserhaltende Symbiose nicht mehr möglich, warum zerstört der Mensch triebhaft seine Umwelt und sterilisiert sie für immer? Die Antwort ist ein Röhrenpilz, die Bierhefe und ihre Ausscheidungen, dies ist der Grund für dieses Blog und meine Arbeit, denn wir Menschen sind eine fatale Zwangssymbiose mit diesem „König, aller Schmarotzer“ eingegangen, denn ohne diese wäre die Sesshaftigkeit und der Ackerbau, Kriege, die Entwicklung des Geld-und Steuersystems ganz anders verlaufen, dies werden Sie aber alles auf den nächsten Seiten ganz genau erfahren.

Ihr Christoph Roßner

  1. Kapitel: Die Begegnung mit der 3. Art

Wie bei mir alles begann weiß ich noch ganz genau, ich liebte das brennen und das dann, im Körper aufsteigende, warme Gefühl, das dass Stückchen Würfelzucker mit Echinacin bei mir auslöste. Da war ich knapp 5 Jahre alt und hatte meine erste richtige, fiebrige Erkältung. Ja, das Echinacin hat einen Alkoholgehalt von 70% und in den 70ern des vorherigen Jahrhunderts, war es normal seinen kranken Kindern, alkoholhaltige Medikamente zu verabreichen, denn Alkohol ist ja gute Medizin. Dies und viel andere tolle Sagen und Märchen wurden und werden weiterhin aus Marketinggründen um den Alkohol gesponnen und verbreitet, leider ist er nur ein krebserregendes Lösungsmittel, das in Deutschland legal, als Rauschgift missbraucht werden darf. Aber dazu später.

Alkohol prägte mich und mein Gehirn von klein auf, im meinem Umfeld waren viel Menschen die ihr Kriegstraumata und posttraumatischen Belastungsstörungen mit Alkohol, mehr oder weniger schlecht, zu therapieren versuchten. Diese Prägung gab es in Deutschland in fast jeder Familie, die in den Kriegswirren entweder zu den Verfolgten oder den Verfolgern gehört hat. Die Geschichte und das Erlebte wurde durch die Rauschwirkung des Therapeutikums, immer mehr zu einer psychosomatischen Störung und ohne Rücksicht, auf die Kinder weiter übertragen. Diese Generation, meiner Eltern, wuchs nach dem Krieg in einer Welt auf, die nach dem Schock des 1. und 2. Weltkrieges, nach diesem Therapeutikum lechzte. Die Wehrmacht hatte mit Hilfe von Pervitin, Schnaps und Tabak, Millionen von Soldaten zu hochgradig, rauschgiftabhängigen Menschen gemacht, viele Deutsche sind also genau zu dem geworden, was in der Naziideologie, durch das Opiumgesetz, als „Volksschädling“ bezeichnet wurde und im Volksmund dann, als Giftler oder Gammler, verunglimpft, verfolgt, verhaftet und getötet wurde. Diese nun auch gebrochenen, von falschem Stolz und Ehre zerfressenen Menschen, mussten einen Weg finden zu überleben und dieser hieß christlicher Glaube, Familie, Arbeit und Heim. Darin hatte natürlich eine Alkoholsucht oder Rauschgiftabhängigkeit keine Berechtigung, zu stark war die Gefahr selbst mit dem Geschehenen und dessen Unmenschlichkeit in Verbindung gebracht werden zu können, denn ohne Grund wird niemand körperlich abhängig. Da steckt immer mehr dahinter. In diesem Gedanken-und Gesellschaftskostüm gefangen gebaren unsere Mütter, uns Kinder der 1970er.

Keiner dachte daran das sich posttraumatische Belastungstörungen, genetisch bis in die siebte Generation vererben können, keiner wollte so richtig wahr haben das Alkoholkonsum auch das Erbgut schädigt und noch weniger wollte man sich das Saufen und das Rauchen, durch irgendwelche Gesundheitsfanatiker oder grünen Ökospinner vermiesen lassen. In Deutschland galt schon seit der Wehrmacht die Devise, wer in der Gruppe trinkt, ist kein Alkoholiker, deshalb hat Deutschland die größte Dichte an eingetragenen Vereinen, vom Bierdeckelsammler – zum Sportverein, gesellig geht es dort zu und es wird gerne und viel getrunken, aber eben nicht allein, denn dann wär man ja Alkoholiker. Überhaupt, Rauschgiftabhängigkeit war das Manko schlecht hin, das hatte aber nichts mit dem Kaffee oder den Pralinen zu tun, die gerne zu den Zigaretten verkonsumiert wurden und Alkohol selbst, war ja in Wein-Form genossen, sowieso heilig, denn das Blute Christi. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verständlich das 80% aller erwachsenen Menschen meiner Generation ein massives Alkoholproblem vorweisen können, was den Deutschen den traurigen Rekord als die Alkoholnation, mit einem Jahres-pro-Kopfverbrauch von 12 Liter reinen Alkohol, eingebracht hat. Wenn man dann noch 60% Wasser drauf gibt, sind das 1,6 Liter, 40% Schnaps im Monat, vom Greis bis zum Baby, das sind 5 Schnäpse a 10 ml täglich. In diesem Dunstkreis war es ein leichtes für mich, ab meinem 6. oder 7. Lebensjahr, heimlich an den Stoff meiner Vorväter zu gelangen. Hier etwas Bier, da etwas Wein, ab und an noch etwas Eierlikör oder Irish Creme, war doch lecker und machte irgendwie lustig. Nach und nach begann die Gewöhnung und die Konditionierung, Spaß und Feiern ist gleich Alkoholkonsum, Alkoholkonsum ist gleich, wie Spaß und Feiern. Dieses Programm wurde übernommen, in einem christlichen Betriebssystem, das keine Abweichung oder Neudefinition zu lässt. Recht und Gesetz zwingen, jeden, der sich zum Spaß berauschen möchte, sich diesem Sauf-und Rauchzwang zu unterwerfen. Hinzu kommt noch, dass die Moralhüter unter der Bevölkerung, das berauschen verabscheuen, sie bevorzugen das Genusstrinken, was in der End-Wirkung da für ein Unterschied bestehen soll, ist wahrscheinlich nur damit zu erklären, dass die Genusstrinker weniger vertragen, wie die Rauschtrinker und ihr Limit bei einem Glas Wein liegt, der Rausch aber der gleiche ist. Im Rahmen meiner Konditionierung wurde, dann ab dem 15.-16. Lebensjahr, das Biertrinken ein richtiges Ritual, das dann mit Zigaretten und Tabletten zusammen, in die totale körperliche und geistige Abhängigkeit führte.

Brauch wurde es sich jeden Freitag mit seinen Freunden zu treffen um dann, wie kann es auch anders sein, sich in der Gruppe zu betrinken. Diese Gruppe hatte nur den einen Zweck, sich trinkfest zu saufen, deshalb wurde daraus auch AVT, das Alkohol-Vernichtungs-Team. Dieses Team bestand vorwiegend aus Jungen die aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommend, ein gemeinsames Interesse hatten, Saufen und Mädchen. Anfangs waren die politischen Einstellungen noch nicht so wichtig, noch soffen angehend linke Punks, mit angehenden Nazis und Poppern, zusammen um die Wette, man kannte sich ja noch von der Schule und dem Kindergarten. Alles war Spaß und Hauptsache Saufen am Freitag, im Training. Wie das Wettsaufen, von uns auch trefflich genannt wurde. Jeder hatte seinen Kasten Storchenbräu dabei, den das war das Ziel, einen Kasten Bier, alleine weg saufen, ohne zu kotzen. Man kann das als Ergebnis einer gruppendynamischen Reaktion bezeichnen, da die Gruppe der Alkoholtrinker,  auf alle von uns Einfluss genommen hat. Vollrausch-Alkohol trinken ist als Männlichkeitsritual, bei uns Spass und voll akzeptiert und gehört zum guten Ton bei fast allen Burschenschaften. Langsam, aber sicher, begann sich das krebserregende Lösungsmittel, als was Alkohol eigentlich gesehen werden muss, bei mir und meinen Sozialkontakten als wichtigstes Hilfskommunikationsmittel zu etablieren, bei einem Bier konnte man über alles reden. Gleiches galt für das Rauchen, anfangs nur heimlich und nur ab und zu. So ab meinem 12., bis zu meinem 16. Lebensjahr änderte sich das aber, weil ein richtiger Mann raucht eine Kippe zu seinem Bier, dieses werbungsgeprägte Männerbild, war Mitte/Ende der 1980er, en vogue. So wurde aus mir ein Mensch, der es liebte, nur so zum Spaß, seinen Körper mit krebserregenden Nerv- und Zellgiften, zu Rauschzwecken, zu vergiften. Um mich herum tat es ja auch jeder, warum sollte man dem auch entgegen wirken? Und die einzige Möglichkeit von anderen anerkannt zu werden, war das Saufen, denn ich hatte noch ein anderes Handicap, das viel schwerer wog als ich mir eingestehen wollte, ich war nicht getauft und das in einer evangelischen Stadt, mitten im tiefsten katholischen Bayern. Memmingen, hier war die Bigotterie erfunden worden und ich war hier mittendrin in einem „Glockenkrieg“, der auch dementsprechende Gräben in der Bevölkerung gezogen hatte.

Ich war heidenfroh, das ich von meinen Eltern nicht getauft wurde, denn ich konnte ohne Probleme mit den evangelischen, katholischen oder muslimischen Kindern spielen. Ich war der lebende Beweis, ein Leben ohne Gott war möglich. Dies mussten die Pfarrer beider Konfessionen zu ihrem entsetzen feststellen, es waren wieder Heidenkinder da und diesmal keine die bekehrt werden wollten. Leider, gilt in Bayern der Artikel 131, Abs.2 und der besagt, das dass oberste Lernziel die Ehrfurcht vor Gott ist. Was das für mich als Heidenkind bedeutete, konnte ich erst im Rückblick, nach 30 Jahren feststellen, Diskriminierung aus Glaubensgründen. Wie soll man als Mensch, der einfach keinen Gott braucht, in einer Welt gleich und gerecht leben können, in der schon in der Schule nichts wichtiger ist als diese frauenfeindliche, eifersüchtige, bösartige Märchenfigur.   

  • Hefe, was ist dass?

Das Leben auf diesem Planeten ist durch Symbiosen verschiedenster Art geprägt und ohne diese nicht so möglich, so wie wir es kennen. In Wäldern sind Bäume und Pflanzen, lebenswichtige Verbindungen mit Pilzen eingegangen, beide könnten nur schwer, wenn überhaupt, ohne den anderen Existieren. Es ist ein Geben und Nehmen, der Pilz spaltet Stoffe auf und erzeugt dadurch Verbindungen, die für die Pflanzen interessant sind. Umgekehrt bekommen die Pilze, Wasser, Habitat und Nährstoffe. Pilze beeinflussen durch Enzyme und andere Stoffe die Pflanzen darin ,  z.B. Knollen oder Gallen zu bilden, in denen sie sich gut einnisten können. Pilze können aber auch, komplexe Vorgänge in anderen Metabolismen durch ihre Ausscheidungen steuern. Psilocybin ruft beim Menschen und anderen Lebewesen Effekte im Gehirn hervor, welche die Wahrnehmung von Sinnesreizen verändern, weil das Psilocybin direkt in die Hirnchemie eingreift, bzw. sich direkt, an dafür vorgesehene Rezeptoren docken kann, hier findet ein Effekt nicht durch eine toxische Reaktion statt, sondern durch eine psychoaktive Reaktion auf einen körperidentischen Stoff, der normalerweise beim Träumen oder auch beim sterben, ausgeschüttet wird.

Der Saccaharomyces cerevisiae, aus der Gattung der Zuckerhefen, ist ein einzelliger kugelförmiger Schlauchpilz, dessen giftige, krebserregende Ausscheidungen als Ethanol oder Alkohol bezeichnet wird und massive Störungen der Persönlichkeit, beim Menschen, hervor ruft. Störungseffekte, des Gehirns, sind es die den Alkohol bei uns so beliebt machen. Aber warum finden wir Gefallen an einem Vergiftungszustand, dass kann nicht nur am Jahrhunderte alten Marketing liegen. Den Harald Junke, als absolutes Glück beschrieb, mit seiner Aussage: „Glück ist, leicht einen Sitzen und keine Termine mehr!“ Das ist der Trick, der Hefe und der Grund warum es so viele alkoholabhängige Menschen auf diesem Planeten gibt, sie hilft uns in der von uns technisierten Umwelt, zu überleben, weil Alkohol dabei hilft uns selbst zu belügen. Hefe erzeugt Alkohol durch die Verstoffwechselung von hochwertigem Zucker. Also auch genau das auf was unser Gehirn auch ausgerichtet ist um gut zu funktionieren.

Pilze nutzen ihre Ausscheidungen um damit Reaktionen in ihre Umwelt bzw. bei ihren Symbiosepartnern zu erzeugen, wer ist also nun der Partner? Sie können es sich sicher denken, es ist der Mensch. Der Mensch ist sozusagen der Wächter der Hefe und das seit Jahrhunderten. Als Wächter passen wir natürlich sehr gut, auf unsere heilige Hefe, den Germ wie er in Bayern heißt, auf. In wie weit sich Historiker bei einem Glas, Wein oder Bier, dann den Namen „Germanen“ einfallen ließen, in wie fern diese Namensgebung von der Hefe selbst beeinflusst worden war können wir nicht mehr, rekonstruieren, Fakt ist nur das der größte Teil unserer Historiker erst vor 250 Jahren angefangen haben, im Namen der Hefe zu forschen, denn deren Ausscheidungen beeinflussen ja, dass denken und handeln. Zu diesen Zeiten, also genau wie heue, gehörte das „Saufen“ zum guten Ton in der Ober-und Mittelschicht Europas und allen du sie eroberten Gebiete. Wenn man z.B. den Bewirtungsaufwand betrachtet, der bei den ersten Opiumkonferenzen, vor über 100 Jahren, durch gewisse Spirituosenvertreter, wie Moet-Chardon und Hennisey betrieben wurde. Kann man sagen, dass die Drogenpolitik von vornherein, von den damals größten Drogendealern geregelt und beeinflusst wurde, weil die Alkoholprohibition in den USA und große Konkurrenz am Drogenmarkt, begann sich finanziell bemerkbar zu machen? Heroin, Kokain und Amphetamin all diese neuen chemischen Zaubertränke, begannen sich zu verbreiten und liefen dem Alkohol als Rauschgift Nr.1, langsam aber sicher den Rang ab. Die im Volke, seit Jahrhunderten konsumierte Rauchdroge Knaster, wie Hanf hierzulande genannt wurde, sowie die alten Zaubertränke, in denen Mischungen aus Hanf, Bilsenkraut oder Pilze verabreicht wurden, hatte man im Rahmen des christlichen Allmacht-Alkohol-und-Nikotinwahns des 16. und 17. Jahrhunderts, in gigantischen Menschenjagten und Genoziden in Europa , vermeintlich, aus dem Ur-Volk verbannt. Das christliche Reinheitsgebot sollte dann alles regeln, dies war eines der ersten Gesetze, dass durch die Ausscheidungen der Hefe, direkt beeinflusst wurde und ihr zu der Macht verhalf, die sie jetzt über den Menschen hat.

Ab diesem Zeitpunkt wurden vermehrt, Wälder gerodet und die Getreideanbauflächen vergrößert, die Bierhefe hatte endlich das erreicht was für ihren Arterhalt das wichtigste war, ihr Wirtstier hatte die Symbiose abgeschlossen, nun konnten sie gemeinsam ein neues Reich auf diesem Planeten gründen, das war der Übergang vom Homo sapiens zum Homo Alkoholikus, dem alkoholisierten Menschen. Natürlich werden jetzt viele Menschen sagen, dass die Hochkulturen immer schon dem Alkohol zugesprochen haben, genau das war ja auch der Grund für deren Untergang. Monokulturen waren für Mayas, Ägypter oder Assyrer der Grund warum dort erstmals Alkohol in großen Mengen produziert werden konnte,  Monokulturen waren aber auch der Grund für den Untergang dieser Reiche, da hier die kleinste Umweltveränderung zur Folge hatte, dass es erstmals Massenhungersnöte gab, denn vorher konnte der nicht sesshafte Mensch, einfach dahin ziehen wo die natürlichen Nahrungsgrundlagen gefunden werden konnten. Alkohol ist also einer der Gründe warum der Mensch sesshaft wurde, Grenzen zog und sich den Planeten Untertan machte. Das „Blute Christi“ hat viel Verwirrung und Leid unter die Menschen gebracht und wenn die Menschheit, auf diesem Planeten, weiter überleben möchte, sollte sie anfangen den Alkoholkonsum auszuschleichen und auf ökologische und gesunde Rauschdrogen umzusteigen, wie sie schon zu Urzeiten üblich waren. Das wird aber mit Gewalt von den fundamental-christlichen Alkoholikern verhindert, die weltweit Reinheitsgebote und Drogengesetze geschaffen haben und nur Alkohol als Rauschgift und Tabak als pflanzliche Droge zulassen. Dies alles geschieht unter dem Vorwand des Gesundheits-und-Jugendschutzes, dient aber einzig und allein der Unterdrückung von Menschen, die sich nicht der Massenvergiftung durch Alkohol und Nikotin hingeben wollen. Dies hat oft etwas mit irgendwelchen Riten und Gottheiten zu tun, die durch bestimmte Pflanzen oder Pilze, kontaktiert werden können.

Dies wurde durch die fundamentalen Monotheisten weltweit verhindert, besonders taten sich dabei die europäischen Christen in Süd-Nord-oder Mittelamerika hervor, wobei Zeitgleich auch in Europa alles nur annähernd heidnische mit Feuer und Schwert bekämpft wurde, die Scheiterhaufen brannten überall auf dem ganzen Planeten und wurden mit den Körpern und dem Holz, derer in gang gehalten, die mithilfe von natürlich wachsenden Drogen, mit der Natur symbiotisch und friedlich in Einklang lebten. Der Bann, der böse Zauber des alkoholbedingten Kapitalismus wurde über Europa, im Blut und der Glut des 30. jährigen Krieges gesprochen. Mit dem Leidspruch, „Krieg-nährt-den Krieg“ begann sich eine tödliche Walze von alkoholisierten, Tabak-rauchenden, gewaltbereiten Barbaren über diesen Planeten zu ergießen, denn die Gier und die Alkoholsucht geben sich gern das blutige Händchen, nachdem sie zusammen, Naturdrogenkonsumentinnen, im Namen des Herrn erschlagen hatten. Die meisten indigenen Völker hatten sich, mithilfe von pflanzlichen und tierischen Rauschdrogen eine lebenswerte Nische in ihrem Habitat geschaffen. Diese Lebensgemeinschaften lebten oft einen „Ur-Kommunismus“, da sie nur so, gut und bequem überleben können. Die Alkoholiker habe also, zu Gunsten der Hefe, diese Habitate zerstört, in rechteckige große Monokulturen verwandelt, sich zu diesem Zwecke übermäßig vermehrt und unter einander Kriege geführt, nur um diese Flächen immer weiter auszudehnen. Dieses Verhalten hat uns zu dem Punkt gebracht an dem wir jetzt stehen. Aber warum hören wir nicht einfach auf mit dem Alkohol? Wäre das, dass Ende unserer Zivilisation? Nein, es wäre nur das Ende einer bestimmten Art von Menschen, nämlich besagtem Homo Alkoholikus, dem Wächter der Bierhefe.  

3.Alkoholsucht- die Angst vor der Angst?

Wenn nun der Bann der Hefe auf den Alkoholiker so eine negative Auswirkung hat, warum wird der Mensch dann nicht selbst tätig gegen die Ausbreitung? Fortsetzung folgt…

Ist der Krieg gegen Drogen ein Glaubenskrieg?

Der Krieg gegen Drogen ist ein Glaubenskrieg, der seit Jahrhunderten von Monotheisten gegen „Ungläubige“ oder „Fehlgläubige“ geführt wird, die nicht das Blut Christi als Ritusdroge anbeten.

War es Rassismus oder eine göttliche Vorsehung, die zum Cannabisverbot führte? Es lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass die evangelikalen und katholischen Kreise in den USA und Europa sehr verschnupft auf die sich Anfang der 1920er Jahre unter der, immer noch rassistisch unterdrückten, schwarzen Bevölkerung Jamaikas, Afrikas und der US-Staaten ausbreitende Rastafaribewegung reagierten und alles dafür in Bewegung setzten, um diese Gefahr für den „wahren Glauben“ abwehren zu können. Warum hatten die fundamentalen Christen solche Angst vor einer weiteren monotheistischen Sekte? Man muss ein bisschen in die Geschichte des Monotheismus eintauchen, um zu verstehen, warum wegen eines Märchens Krieg geführt werden muss. Monotheismus ist eine Glaubens- bzw. Gesellschaftsform, die in Mesopotamien vor ca. 5000 entstanden ist. Ein Grundsatz einigt alle monotheistischen Glaubensformen: Die Degradierung der Frau auf das Niveau einer Sklavin, Gebärmutter und Besitz des Mannes. Die Gläubigen sollen sich den Planten „Untertan machen“ und das erreicht man(n) nur mit vielen gläubige Nachfahren, die Mann dann auch, im Namen des Herren (also in Mesopotamien Marduk, in Israel Jahwe, bei den Christen Jehova, im Islam Allah oder Jah bei den Rastas), in den Krieg schicken muss. Aber warum, fragt man sich dann, bekriegen sich die Monotheisten andauernd gegenseitig, obwohl sie prinzipiell doch alle dasselbe glauben? Und die simple Antwort ist: Deswegen, ihr Gott ist ein Kriegsgott. Und warum hatten also die evangelikalen und  katholischen Christen so eine Heidenangst vor der Rastafari-Bewegung? Im christlichen Ritus sind der Leib und das Blut Christi die Kultdrogen dieser Sekte, also Brot und Wein.

Lügen und betrügen die Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaften seit Jahrhunderten, führen sie Kriege um Ackerland, oder roden den Urwald für noch mehr Anbauflache und zerstören sie, nur wegen dieser Ritusdrogen, diesen Planeten?

Niemals, würde jedes Mitglied dieser Glaubensgemeinschaften sagen, aber Alkohol macht dumm und schädigt massiv das Gehirn. Womit wir nun bei den Rastas und ihrer Ritus-Droge wären, mit der sie direkten Kontakt zu ihrem Gott Jah aufnehmen können – was den abrahamäischen Monotheisten verwehrt wird, da hier Gott nur mit Menschen kommuniziert, wenn diese in extremen psychologischen Belastungssituationen sind, sich also in einer Psychose befinden. Die Rastas haben aber ein Werkzeug, dessen sie sich bedienen können um immer mit dem allumfassenden Gott, Jah zu kommunizieren. Dieses Wundermittel heißt Ganjah oder Hanf und wurde wegen seiner Erkenntnis-bringenden Eigenschaft schon einmal 1492 von Papst Innozenz zum „teuflischen Kraute“ gemacht.

Kann man mit Ganjah oder Hanf bzw. Cannabis Sativa wirklich direkt mit einer Märchenfigur Kontakt aufnehmen?

Wohl kaum, aber man kann zum Beispiel posttraumatische Belastungsstörungen behandeln und heilen. Da Monotheismus eine durch Erzeihung, Angst und Gewalt implementierte Angststörung ist, wie eben diese posttraumatischen Belastungsstörungen, ließe sich diese geistige Erkrankung sehr gut mit Hanf behandeln. Aber gerade wegen dieser  Angststörung, haben die evangelikalen Christen in den USA einen Glaubens-Krieg gegen eine Heilpflanzen begonnen, der in Verbindung mit Rassismus, Verfolgungen, Toten, Kriegen und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung, bis heute, zur Folge hat, dass die Hanfkonsumenten in einer durch Gesetzte geschaffene „Hölle“ stecken. Rassismus und religiöser Wahn sind der Grund warum heute eine Heilpflanze, in einer Demokratie, aus pseudo-medizinischen und falschen Jugendschutzgründen verboten ist und dieses Verbot, wie Religion im allgemeinen, jeder wissenschaftlicher oder moralischen Grundlage entbehrt. Cannabis ist eine Heilpflanze, da steckt heilig mit drin, was man von fundamentalem Monotheismus nicht behaupten kann, da sein pompöses, kriegerisches und menschenverachtendes Erscheinungsbild genau das Gegenteil zeigt. Beruht das internationale Cannabisverbot auf einer religiösen Wahnvorstellungen? Davon muss ausgegangen werden, da der mächtigste Gegner der Hanfpflanze Herr Anslinger war, ein glühender Rassist und evangelikaler Christ mit mächtigen Freunden; dieser Mann hat es 1961 geschafft, seinen „göttlichen“ Auftrag, direkt bei der WHO, in einem internationalen Cannabisverbot durchzusetzen. Natürlich darf man nicht annehmen, dass dies alles aus wirtschaftlichen Gründen begonnen hatte, aber die Pharmaindustrie hatte ein gewaltiges Problem mit Teedrogen aller Art, speziell mit der sehr wirkungsvollen Hanfpflanze, deshalb war es sehr praktisch, gegen dieses teuflische Kraut und die von ihm ausgehende dämonische Gefahr für die Jugend und das komplette Seelenheil der Menschheit, kirchlichen Beistand zu bekommen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es so viele pseudo-medizinische Studien aus dieser Zeit gibt, die mit dem heutigen Wissensstand über Hanf  nicht konform gehen, da diese Studien alle im christlich-moralischen Sinn manipuliert wurden, um Cannabis Sativa den Heilpflanzenstatus abzusprechen. Parallelen sind hier zur Sexuallehre der 1960er und 70er Jahre des vorherigen Jahrhunderts zu ziehen, dort war in vielen anerkannten medizinischen Werken die Rede davon, es sei durch Studien belegt, dass Männer von der Selbstbefriedigung eine Rückenmarksschädigung bzw. geistige Schäden bekommen würden.

Wie war das noch mit den Küken, die man bei Erdbebengefahr aufblasen sollte?

Hier wurde der Beelzebub mit dem Teufel ausgetrieben. Wenn man sich dann rückblickend die Kindesmissbrauchsgeschichte und den aktuell viel in den Medien thematisierten Nonnenmissbrauch in der Kirche anschaut, kann man vielleicht ahnen, dass auch der Kreuzzug gegen Cannabis nichts mit der „teuflischen“ Wirklichkeit zu tun hat. Dazu hilft wieder ein Blick ins das Geschichtsbuch und man stellt schnell fest, dass es in Deutschland traditionell öfter mal Massaker und Genozide an Andersgläubigen gab und diese des Öfteren gerne an Hexen, Hexern bzw. Schamaninnen/Schamanen und daraus resultierenden Naturreligionsgruppen oder schamanistischen Kulten, verübt wurden. Auch hier muss man erwähnen, dass sich gerade der sehr stark alkoholkranke Herr Luther durch Antisemitismus und Hexenverfolgungswahn auszeichnete. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in der Bibelübersetzung von Herr Luther ausgerechnet das griechische Wort für Hanf falsch als Süßgras bzw. Kalmus übersetzt wurde, zumal Kalmus als subtropische Pflanze im Mittleren Osten oder Griechenland gar nicht bekannt war. Aber was will man auch anderes von einem Menschen erwarten, der im Alkoholdelirium ein Tintenfass nach dem ihm erscheinenden Satan wirft und sich dann damit brüstet. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es nun besser verständlich, dass die Ganjah-rauchenden Rastafari, in den Augen der „evangelikalen-weißen-alten-Männerkirche“, die absolute Bedrohung war. Als dann auch noch in der Prohibitionszeit der Alkohol geächtet wurde und die „weißen Menschen“ zusammen mit den mexikanischen, puerto-ricanischen, afrikanischen, arabisch und asiatisch-stämmigen Menschen in Haschischclubs in New York, New Orleans oder Chicago zusammen tanzten, musizierten und friedlich Hanfprodukte konsumierten, war dies Sodom und Gomorra für die Alkohol-geschädigten christlichen Moralwächter des Ku-Klux-Klans und der evangelischen/katholischen Kirchen.

In dieser Zeit entstanden der Jazz, Blues und Reggae, die Literatur wurde wilder, erotischer, neue Strömungen in der Malerei wurden populär;  Frauen forderten ihre Rechte ein, die kommunistische-sozialistische Weltrevolution war am rollen und das Thema Rassismus wurde neu in den Staaten beleuchtet. Bis das blutige Stahlgewitter des 1. Weltkriegs ganz Europa und die halbe Welt in eine gigantische posttraumatische Belastungsstörung katapultierte. Alle bekannten Strukturen wurden zerstört, vernichtet und in das Chaos geführt und aus diesem Chaos konnte nur mit Gottes Hilfe ein Weg gefunden werden. Deshalb ist es keines Falls verwunderlich, dass in den Versailler-Vertrag ein internationales Drogen- und Cannabisverbot eingebaut wurde. Keiner fragte die Amtskirchen, warum sie alle Gläubigen, auf beiden Seiten der Front, für Gott und Vaterland im Alkohol-Vollrausch in das Feld der Ehre geschickt hatten, denn jetzt galt es gemeinschaftlich für Gott und Vaterland ein international-christlich-kapitalistisches Bollwerk gegen den Kommunismus zu errichten, der drohte das alte Europa zu überrollen. Dass die Nazis dazu die schlechteste Wahl waren, haben die Europäer und Amerikaner erst gemerkt, als es schon zu spät war, was dann folgte war die absolute Pervertierung aller bekannten Systeme und die Zerstörung aller humanistisch-moralischer Grundstrukturen, die bis dahin einen Stellenwert hatten. Warum das Opiumgesetz der Nazis fast eins zu eins ins deutsche Betäubungsmittelgesetz übernommen wurde, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, wir haben aber nicht nur deshalb dringenden Handlungsbedarf, da Herr Anslinger, der die  rassistischen Ansichten der Nazis teilte, 1961, als oberster Drogenwächter der UN, Cannabis komplett, auch als Medizin, verbot.

Die Single Connvetion von 1961 reguliert bis heute den internationalen Umgang mit Cannabis und stellt es sogar mit Heroin auf eine Ebene. Warum das damalige Gremium, unter Herrn Anslinger, dies tat, wissen wir nicht, aber vielleicht lag dies an den vielen Rückenmarksschädigungen durch zu viel Onanie Anfang der 1960er? Wir werden es leider nie erfahren. Aber was wir nun 50 Jahre später wissen ist, dass die petrochemische Pharmaindustrie und die Erdöllobby massiv Profit aus dem Hanfverbot der 60er geschlagen hat, da unsere christlichen Politiker alles Mögliche in Bewegung setzten, um Hanf als wichtige Teufels-Tee-Droge aus den Kassenleistungen zu entnehmen. Dies wurde sang und klang los zwischen 1971 und 1974 realisiert und schwupps, waren alle Teedrogen als Kassenleistung gestrichen; obwohl  Kamille, Lindenblüten, Pfefferminze und Salbei seit Jahrtausenden anerkannte göttliche Heilpflanzen waren, konnten Ärzte jetzt nur noch eine „Empfehlung“ dafür aussprechen und der Patient bekam kein Rezept mehr dafür, weswegen die Krankenkassen keinen günstigen, aber wirkungsvollen Kamillentee als Leistung übernahmen. Das AMG wurde implementiert und so geschrieben, dass nur Einzelstoffe und Stoffgruppen Anwendung finden dürfen, alles zu Gunsten der Pharmaindustrie. Auch die ganze wirtschaftliche und universitäre Infrastruktur wurde dieser Pharmaindustrie-Glauben untergeordnet, da hier für die Zukunft Deutschlands gearbeitet wurde. Dies ist auch der wichtigste Grund für unsere heutige Bundesregierung, an einem Cannabisverbot so lange wie möglich festzuhalten, da eine Legalisierung von Hanf für einige einen massiven wirtschaftlichen Schaden zur Folge hätte. Die Investitionen in den Aufbau von pharma-universitären Wirtschaftsstrukturen, der letzten 50 Jahre belaufen sich nach vorsichtigen Schätzungen auf eine Billionen Euro. Würde man den Deutschen erlauben, Hanf im Garten anzubauen, würden viele Patienten ihre Erkrankungen mit dieser sehr ökologisch gewonnenen Medizin behandeln können, was wiederum bedeuten würde, dass das Investment der letzten 50 Jahre, also 1000 Milliarden, nur noch halb so viel Profit abwerfen würde und das auch noch in einem doppelt so langen Zeitraum, als geplant.

Glaubt die Bundesregierung wirklich, dass sie mit einem Hanfverbot die Fehlinvestition der letzten Jahre kaschieren kann?

Da wären wir wieder bei einer Glaubensfrage, denn in der Realität wär es ohne weiteres möglich, mit Hanf einen neuen wirtschaftlichen Boom auszulösen, 350 bis 500 Tausend neue Arbeitsplätze zu schaffen, ökologische Energieversorgung und CO2-Reduktion zu realisieren und Nahrung und Dämmstoffe daraus herzustellen. Aber das scheitert, weil Menschen, die an ein Märchen glauben, in dem Männer übers Wasser gehen, Jungfrauen schwanger werden und  sprechende Schlangen  Äpfel verschenken, Angst vor eine Pflanze haben, weil andere Menschen behaupten, sie könnten damit mit ihrem Gott kommunizieren. Die schlimmste Cannabispsychose haben die Menschen, die sich im Alkoholrausch vorstellen, bekifft zu sein. Hier sollte endlich ein Glaubens-Wechsel stattfinden, denn Alkohol ist giftig, krebserregend, macht aggressiv und seine Konsumenten zerstören gerne, nur so zum Spaß, die Umwelt durch viel Auto fahren, viel Fleisch essen und viel Urlaub machen. Für die Produktion eines halben Liters „Christenbrause“, wie man Bier auch nennen kann, verbraucht man 350 bis 400 Liter Trinkwasser, braucht 500 bis 1000 Watt Energie und mit dem Getreide hätte man viel lecker Vollkornbrot machen können. Die Politiker in Deutschland, die sich immer noch wegen ihren christlich-moralischen Bedenken gegen eine Hanflegalisierung stellen, sollten einen Blick zu ihren Glaubensvorfahren, den Juden wagen: Dort ist Hanf  koscher und ein wichtiger Bestandteil des Lebens in israelischen Altenheimen – und das seit 25 Jahren.

Aktuell ergänzt dieser Artikel sehr gut, was die Idiologie der evangilkalen Nazis in Deutschland bewirkt hat und die aktuelle Drogenpolitik ist direkt von der Naziidiologie bis heute beeinflußt : https://www.welt.de/politik/deutschland/article205834367/Als-Asoziale-inhaftiert-Die-vergessenen-Opfer-der-NS-Diktatur.html?fbclid=IwAR2rzZPKHsyT9acIu1L5WXkJY3E1FeVSidIqam0OgYm0B72cLgxFvLBFOns

Quellen:

Tilmann Holzer: Die Geburt der Drogenpolitik aus dem Geist der Rassenhygiene. Deutsche Drogenpolitik von 1933 bis 1972.

https://www.socialnet.de/rezensionen/4835.php

Karlheinz Deschner: Mit Gott und den Faschisten

https://www.endstation-rechts.de/news/neuausgabe-von-karlheinz-deschner-mit-gott-und-den-faschisten.html

Tückische Falschaussagen

Cannabis Fakenews

Matthias Jung ist, laut Wikipedia, 1964 in Heidelberg geboren und hat sein Studium der Biologie mit einer Diplomarbeit über die Reptilienfauna Madagaskars abgeschlossen. Er ist derzeit der leitende Redakteur  des Ressorts „Natur und  Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In dieser Funktion hat er in den letzten Jahren des Öfteren über die angeblichen Gefahren von Cannabis (Hanf) berichtet; so ist er auch einer der wenigen Wissenschaftler, die Cannabis immer noch als Einstiegsdroge betiteln und dabei ignorieren, dass dies längst widerlegt werden konnte; Cannabis taugt als Einstiegsdroge so viel wie Zucker, Schokolade oder Alkohol. Der Unterschied: Beim Wunsch nach Cannabis werden die Konsumenten seit Jahrzehnten gezwungen, selbiges vom Schwarzmarkt, somit in einem kriminellen Milieu, und nicht im Supermarkt zu beziehen. Genau dieser kriminelle Erstkontakt zu einem illegalen Markt kann durch eine Legalisierung von Cannabis, zum Beispiel nach dem kanadischen Modell, hinfällig werden.

Herr Jung ist sich nicht zu schade, ganz im Sinne das Parteitons der CDU, Halbwissen an der Grenze zur Lüge öffentlich zu machen, indem er solch glorreiche Sätze auf den Bildschirm bringt wie dieses Zitat der Psychiaterin Ursula Havemann-Reincke: „Eine Legalisierung von Cannabis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Konsum von Cannabis in Heranwachsenden in Deutschland erhöhen. Diesen Zusammenhang zeigen hochkarätige Publikationen. Die beste Prävention für unsere Jugendlichen hinsichtlich Cannabiskonsums ist, die Cannabisverfügbarkeit gering zu halten, also keine Legalisierung voran zu treiben.“ Seltsam nur, dass diejenigen hochkarätigen Fachleute, die für eine Relegalisierung der alten Heil-, Rausch-, Nahrungs- und Faserpflanze eintreten, selbige gerade zum Schutz der Jugend befürworten – hat es diese aktuell doch oft deutlich leichter, auf dem Schwarzmarkt an Cannabis zu kommen, als im Supermarkt an Alkohol oder Zigaretten. Es ist in informierten Kreisen keine Neuigkeit, dass der Versuch, die Jugend durch Prohibition zu schützen, mehr als gescheitert ist. Das einzige, was die Prohibition seit Jahren erfolgreich verhindert, ist die Chance, Heranwachsende ehrlich und sachgerecht über einen verantwortungsvollen Konsum von Rauschdrogen (wie z.B. Cannabis) und Rauschgiften (wie z.B. Alkohol) aufzuklären.

Quelle Zitat: https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/cannabis-konsum-schon-der-erste-joint-kann-schaden-15989916-p2.html

Wer dann, wie Herr Jung in einem anderen Artikel, auch noch den Fachleuten vom Deutschen Hanfverband vorwirft, ein ganz böser Verein von Lobbyisten zu sein, die in Cannabisrauch geschwängerten Hinterzimmern quasi den Untergang der deutschen Pharmaindustrie und der Ärzteschaft planen, dem ist anscheinend nicht bewusst, dass er durch seine Schreiberei nicht nur ganz nebenbei eine wirksame, nebenwirkungsarme und günstige Naturmedizin und die Menschen, die sich für deren rechtmäßige und faktische Verfügbarkeit einsetzen, verunglimpft. Schlimmer noch, die Verbreitung solcher ideologisch gefärbten Halbwahrheiten führt dazu, dass unter anderen Epileptiker, Spastiker oder Menschen, die an Einschlafschwierigkeiten oder einfach nur Stress leiden, weiterhin als Menschen zweiter Klasse, nämlich asoziale und kriminelle Kiffer, abgestempelt werden, anstatt sie als das zu sehen, was sie sind: Menschen, die nach alternativen Lösungen für die Behandlung gesundheitlicher Probleme suchen und mit Hanf für sich diese Möglichkeit bereits gefunden haben. Und ja, natürlich sind es womöglich dieselben (gesundheits-)bewussten Menschen, die zur Entspannung und alltäglichen Erholung aufgrund ihrer freien, aufgeklärten Entscheidung eine rein pflanzliche, ihnen gut verträgliche Rauschdroge einem nicht nur gesundheits-, sondern auch oft genug sozial schädlichen Rausch-Zellgift wie Alkohol vorziehen.

Quelle Artikel: https://www.faz.net/aktuell/wissen/cannabis-als-medizin-noteinweisungen-und-psychosen-nehmen-zu-16108114.html

Herr Jung beherrscht es wie kein Zweiter, in seinen Berichten das seit Jahrhunderten bekannte Heilkraut Hanf als gefährlich und die Hanflegalisierer als skrupellose Lobbyisten hinzustellen, die über Kinderleichen gehen und gefährliche Drogen am liebsten auf Spielplätzen verteilen lassen würden. Leider hat er, im Gegensatz zu einem glücklicher Weise größer werdenden Teil unserer Jugend, wohl noch nicht kapiert, das zu viel Bier und Kippen dumm und überhaupt erst krank machen, und dass es mit Hanf eine Droge (Droge hier in der ursprünglichen Bedeutung  „getrocknete Pflanzen oder Kräuter“) gibt, die das nicht macht, außer man gehört zu den 2 bis 4 Prozent der Bevölkerung, die aufgrund von genetischen Voraussetzungen kein Cannabis konsumieren sollten. Er sollte sich einmal mit Jugendlichen darüber unterhalten, wie sie es finden, aufgrund der auf einseitigen oder gar falschen „Erkenntnissen“ und  Behauptungen basierenden, heuchlerischen „Drogen“-Politik alkoholkonsumierender Erwachsener kriminalisiert zu werden. Denn diese Jugendlichen sind es, die in Therapiezentren eingeliefert werden, weil ein Richter sie vor die Wahl stellt, in den Knast zu gehen, oder eine Therapie zu machen. Lächerlich – hätte man diese Jugendlichen nicht wegen einer harmlosen Heil- und Rauschpflanze kriminalisiert, wären sie womöglich in ihrem Leben nie Therapie-Kandidaten oder strafrechtlich auffällig geworden. Aber in Herrn Jungs Filterblase scheint dies keine Rolle zu spielen, da wird auch nicht wirklich nachgefragt, ob bei den angeblichen ambulanten Krankenhausaufnahmen wegen Folgen von Cannabiskonsum nicht auch Mischkonsum mit legalem Alkohol, Tabak oder diversen verfügbaren, legalen oder illegalen chemischen Substanzen im Spiel gewesen sein könnte, oder wie schwerwiegend die behandelten Symptome vergleichsweise waren (zum Beispiel im Vergleich zu reinen Alkoholvergiftungen, bei denen häufig eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht). Hatte Herr Jung schon einmal einen „Tabakflash“ beim Bongrauchen und hatte er danach womöglich Kreislaufprobleme, eine Panikattacke, oder, wegen zu viel zusätzlich konsumierten Bier, erbrochen? Vielleicht kann tatsächlich eine unaufgeklärte, unangenehme Cannabiskonsum-Erfahrung in der eigenen Vergangenheit zu einer überzogenen, ideologisch verbrämten Haltung führen – woher sonst wissen oft ausgerechnet eingefleischte Cannabisgegner wie Herr Jung ach so genau, wie furchtbar und gefährlich das „Teufelskraut“ ist?

Es wäre wirklich an der Zeit für Matthias Jung und für andere seiner Zunft, zu überlegen, ob sie in 10 Jahren wirklich noch einen ihrer unsachgerechten, tendenziösen, schlecht recherchierten Artikel im Netz wieder finden möchten – denn Fakenews leben ja bekanntlich länger.

Die Erben der Angst

wie posttraumatische Belastungsstörungen mit Cannabis gelindert werden können – wie der Krieg im Kopf ein Ende findet

von Christoph Rossner

Krieg nährt den Krieg

Zu dieser Erkenntnis waren in den 20er und 30er Jahren des 17. Jahrhunderts pfiffige deutsche Staatsmänner, Glaubensfürsten, Handelshäuser und Banken gekommen und infolge dessen war der Dreißigjährige Krieg, wie er bei uns genannt wird, der Auslöser für die bis heute rotierende Spirale aus Profit, Glauben und Gewalt. Der Zug der apokalyptischen Reiter war nicht mehr aufzuhalten und wie immer finden wir schon in dieser Geschichte genug  Hinweise auf die Folgen der Verheerungen, die von ihm ausgingen. Der erste und zweite dieser Reiter bringen den Krieg und die direkte Zerstörung, durch Pferde, Pfeile und Schwerter, der dritte dieser antiken Reiter bringt den Zins und den Wucher nach dem Krieg, mit dem die Unterworfenen von den siegreichen Herren belegt wurden. Doch der vierte und letzte dieser historischen Figuren bringt und verkörpert das, was von einem Krieg übrigbleibt und Generationen die Angst in den Kopf geprügelt hat: Furcht, Krankheit, Niedergang und Tod. Diese Vorstellung von Krieg und todbringenden Reitern ist die Blaupause, der Ursprung einer Darstellung, wie eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst werden kann. Dieses Thema ist so alt wie der Krieg unter den Menschen selbst. Die Urangst, die wenn sie ausgebrochen ist, uns körperlich und seelisch lähmt, quält und auffrisst.

Angst ist vererbbar

Unsere Großväter und Großmütter, unsere Urgroßväter und auch unsere Urgroßmütter, haben in zwei dicht aufeinanderfolgenden Weltkriegen diese Urangst am eigenen Leib erfahren müssen. Die Auswirkungen dieser Kriege haben wir Kinder, Enkelinnen und Urenkelinnen als genetische Erinnerung, als ein Erbe mitbekommen. Prof. Dr. Jacek Debiec von der Universität von Michigan http://www.mbni.med.umich.edu/mbni/faculty/debiec/debiec.html   

hat mit seiner Arbeit bewiesen, dass Ängste von Müttern genetisch auf das ungeborene Kind übertragen werden können. Diese Meinung teilt auch die Psychiaterin Dr. Ulrike Schmidt vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie.  https://www.deutschlandfunk.de/traumavererbung-rattenmuetter-uebertragen-angst-auf.676.de.html?dram:article_id=293041

Aber was hat das mit Cannabis zu tun?

Postraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sind psychische Erkrankungen und können durch ein- oder mehrere katastrophale Sonderfälle oder Ereignisse ausgelöst werden. Es reicht womöglich aus, wenn man Zeuge einer schrecklichen Situation wird, oder enge Angehörige in eine solche verwickelt werden. Die in der Folge auftretenden Symptome wie Angstzustände, Depressionen oder Spasmen sind oft schwer heilbar und führen häufig zu chronischen psychosomatischen Erkrankungen. Gerade Menschen, die sich in einer für sie oder andere direkt lebensbedrohlichen Situation befunden haben, finden oft nur sehr schwer einen Weg zurück in die Normalität des Lebens – Cannabisblüten oder Extrakte sind hier für viele Menschen die einzige Möglichkeit, einen Ausweg aus der PTBS zu finden.

Michael Krawitz von der Vereinigung  Veterans for Medical Cannabis Access (VMCA) http://www.veteransformedicalmarijuana.org/content/about-vmma

setzt sich schon seit 1997 dafür ein, dass Cannabis als Medizin für alle Menschen möglich wird, war maßgeblich an der Legalisierung von Medizinalhanf in Virginia/USA beteiligt und hat vor der UN und der WHO die Rechte der Cannabispatienten vertreten. Er kennt viele Menschen, die eine PTBS erfolgreich mit Hilfe von Cannabisblüten behandeln und ermöglichte ein Interview mit Aaron Augustis, dem Präsident und Gründer von  VMCA.

Interview mit Aaron Augustis – Gründer der Veterans for Medical Cannabis Access:

1. Wie ist Ihr Name und wie alt sind Sie?

Aaron Augustis, 38 Jahre alt.

Gründer – Veteranen Cannabis Gruppe

www.veteranscannabisgroup.com

2. Wie ist Ihre PTBS-Krankheit entstanden, was hat sie ausgelöst?

Ich wurde während meines Dienstes in der US-Armee 2003 für sieben Monate nach Mosul/Irak für die Operation Iraqi Freedom entsandt.

3. Wie und mit welchen Symptomen manifestiert sich die Krankheit in Ihnen?

Angst, Hyper-Alarm, leicht ausgelöst durch Kriegsnachrichten. Ich kann eine sehr extreme Person sein und habe eine höhere Risikotoleranz, als die meisten anderen. Dies liegt an dem, was ich erlebt habe und wie ich, mental, auf meinen realen Lebenssituationen im Irak und während meines Militärdienstes vorbereitet wurde. Die meisten Menschen wurden nicht dafür trainiert oder haben sich nie in den Geisteszustand versetzen müssen, dass man sie tötet  oder dass man bereit sein muss jemanden anderen zu töten, wenn man angegriffen wird. 

4. Welche Medikamente hatten Sie vor der Cannabistherapie genommen?

keine

5. Welche Nebenwirkungen hatten diese Medikamente?

n/a

6. Wie lange hatten Sie PTBS, bevor Sie Cannabis als Medikament entdeckt haben?

Ich komme aus Nord-CA (Nord-Kalifornien) und als ich ehrenhaft aus dem Militär entlassen wurde, zog ich nach Hause zurück. Da ich von Nord-CA komme, hatte ich sofort Zugang zu hochwertigem medizinischem Cannabis und begann es sofort zu verwenden. Ich war immer privat Patient, bis acht Jahre nachdem ich entlassen wurde, aber nur weil der Veteran Service Officer meines Bezirks mich ermutigte, einen Anspruch für PTBS bei der Krankenkasse einzureichen.

7. Wurde Ihnen Cannabis von einem Arzt verschrieben oder haben Sie es selbst ausprobiert?

Ich habe es selbst ausprobiert und erst dann konnte ich schließlich eine Empfehlung bzw. Rezept für einen besseren Zugang beantragen, um mich  vor der Strafverfolgung  zu schützen.

8. Wie lange nehmen Sie schon Cannabis gegen PTBS?

Seit Dezember 2003

9. Welche Nebenwirkungen hat Cannabis auf Sie?

Ich würde keinen Joint rauchen, um mich auf einen Test  vorzubereiten oder wenn ich für einen Test  lerne. Es beeinträchtigt bei mir mein Kurzzeitgedächtnis, während die Cannabinoide in meinem Endocannabinoidsystem aktiv sind. Zu viel Konsum macht mich lethargisch und senkt meine Motivation. 

10. Wie viel Cannabis, welche Arten konsumieren Sie täglich?

Ich benutze den Blütenanteil der Pflanzen. Ich würde sagen, ich kann bis zu zwei, drei Gramm täglich konsumieren.

11. Welche Form des Konsums bevorzugen Sie?

Pur-Joints, Verdampfer, saubere Bongs / Wasserpfeifen, im Grunde genommen rauchend, da die Wirkstoffe so schnell in meinen Blutkreislauf gelangen und ich die Dosierung gut kontrollieren kann.

12. Hat Cannabis Ihr Leben verändert?

Ja, es ist viel gesünder als die Verwendung anderer Medikamente, Drogen oder Alkohol  zur Behandlung von Symptomen der PTBS. Es gibt keinen Kater-Effekt oder Nebenwirkungen auf meinen Körper, wie bei Alkohol am nächsten Tag.

Professor Hill und das beliebteste Unkraut der Welt

Prof. Dr. Hill ist Suchtmediziner, Direktor der Abteilung für Suchtpsychiatrie am Beth Israel Deaconess Medical Center sowie Assistenzprofessor für Psychiatrie an der Harvard Medical School und Autor des 2015 in den USA erschienenen Buchs Marijuana: Die unvoreingenommene Wahrheit über das beliebteste Unkraut der Welt (The Unbiased Truth about the World’s Most Popular Weed  Hazelden, März 2015). Dr. Hills klinische Forschung konzentriert sich in erster Linie auf Medikamente und Verhaltensinterventionen, um Menschen zu helfen, die unter ihrem  Marijuanakonsum leiden und diesen beenden wollen. Dr. Hill erhielt von der NIDA (National Institute on Drug Abuse) den Auftrag und auch Geldmittel, um die Wirksamkeit einer synthetischen Marihuana-ähnlichen Verbindung, Nabilon (Marinol, synthetisches ∆-9THC), als potenzielle medikamentöse Behandlung für Patienten mit „Marihuana-Sucht“ zu testen. Diese Forschungsarbeit  wurde von NIDA, den Brain and Behavior Research Foundations der American Lung Association, dem Greater Boston Council on Alcoholism und der Peter G. Dodge Foundation finanziert. Er erhielt für seine Arbeit mehrere Auszeichnungen und veröffentlichte viele Arbeiten zu zahlreichen Suchtthemen. Dr. Hill betreut weiterhin Patienten in seiner Privatpraxis und berät die Boston Red Sox, die National Football League und die National Basketball Association. Sein Buch über Marijuana wurde in Fachkreisen sehr gelobt, Mitch Earleywine, Professor und Direktor für klinische Ausbildung an der University Albany,  Vorsitzender des Vorstands der NORML (National Organization for the Reform of Marijuana Laws), nennt es eine große Bereicherung, da es eine Lücke an Informationen über Hanf schließe und dazu beitrage, neue, wichtige Ansichten im Umgang mit dieser Pflanze zu ermöglichen. Hierzu gehört auch die Therapie von PTBS mit Hilfe von Cannabisblüten.

PTBS erhöht das Suchtpotential

Prof. Dr. Hill hat in seinen Studien festgestellt, dass viele Menschen, die an PTBS leiden, zu Selbstmedikation mit Hilfe von berauschenden Substanzen wie Alkohol, Nikotin , Kokain, Opiaten und auch Cannabis neigen. Hier ist klar ein personenübergreifendes Muster bei den  Erkrankten zu erkennen, egal aus welchem sozialen Umfeld die betroffene Person stammt. In einer Studie mit 615 deutschen Soldaten, die im Kosovo oder in Afghanistan im Einsatz waren und seitdem unter PTBS leiden ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3446197/ ) wurden die unterschiedlichsten Symptome und Auswirkungen erfasst; diese decken sich mit den Erfahrungen und Beobachtungen von anderen Wissenschaftlern, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen: Der Krieg ist im Kopf der Betroffenen geblieben – und die Angst auch.

Interview mit Prof. Dr. Hill:

Sehr geehrter Herr  Prof. Dr. Hill,

vielen Dank für Ihre Zeit, anbei die Fragen für meinen Artikel zu Cannabis und posttraumatischen Belastungsstörungen.

1. Sie haben 2015 das Buch Marijuana: Die unvoreingenommene Wahrheit über das beliebteste Unkraut der Welt veröffentlicht und damit vielen Menschen eine neue Sichtweise auf die Cannabispflanze und deren Konsum ermöglicht. Was war Ihr Antrieb dies zu tun? Wollten Sie Eltern eine Möglichkeit geben, sich mit Ihren Kindern realistisch über die Drogenpflanze Hanf zu unterhalten?

Ich arbeite seit über einem Jahrzehnt mit Patienten mit Substanzkonsumstörungen.  Während dieser Zeit habe ich einige kleine klinische Studien durchgeführt, die darauf abzielten, Medikamente für Patienten mit Cannabiskonsumstörungen zu entwickeln.  Infolgedessen begannen Gesundheitsexperten und Gemeinschaften, mich zu fragen, ob ich über cannabisbezogene Themen sprechen möchte, da Staaten und Länder eine Änderung ihrer Cannabispolitik in Betracht ziehen.  Damals wurde mir klar, dass es eine große Lücke zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Wissenschaft gibt.  Gerade für junge Menschen nutzten viele Schulen „Angsttaktiken“ erfolglos, um über Cannabis aufzuklären.  Oftmals haben diejenigen, die „Angsttaktiken“ anwenden, nie wirklich mit Patienten gearbeitet.  Meine klinische Erfahrung hat mich gelehrt, dass ein vernünftiger, Evidenz-basierter Ansatz am besten funktioniert, und ich habe versucht, einen solchen Ansatz in dem Buch zu verfolgen.

2.  Menschen, die in Kriegen extremen Situationen ausgesetzt sind, ob nun Zivilisten oder Soldaten, leiden oft danach unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Hat die PTSD zur Folge, dass diese betroffenen Menschen  Linderung in Rauschzuständen suchen, weswegen viele dieser Menschen  z.B. Tabak, Alkohol, Schmerzmittel, Opiate und Cannabis konsumieren und davon psychisch oder physisch abhängig werden (Polytoxikomanie)? Ist dies richtig und wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Therapie mit Cannabis?

Menschen mit PTBS leiden sehr stark und wenden sich oft an Substanzen zur Linderung.  Viele berichten, dass Cannabis ihnen hilft, daher ist es ermutigend, dass derzeit Forschungen durchgeführt werden, um die Auswirkungen von Cannabis und Cannabinoiden auf die Symptome der PTBS zu ermitteln.

3. Marijuana kann und wird als Therapeutikum bei posttraumatischen Belastungsstörungen angewandt, in den USA gibt es laut Michael Kravitz vom Verband  Veteranen für den medizinischen Cannabis-Zugang [VMCA] sehr viele Betroffene, die ihr Leid mit dem Konsum von medizinischem Cannabis lindern. Welche Möglichkeiten gibt es hier, Cannabis so einzusetzen, dass eine Linderung der Symptome einsetzt und bestehen bleibt?

Forscher wie Dr. Sue Sisley führen klinische Studien durch, um die Auswirkungen von Cannabis auf die PTBS konsequent zu dokumentieren.  Studien wie diese können zeigen, dass Cannabis oder Cannabinoide wie Cannabidiol eine wirksame Pharmakotherapie für PTBS darstellen.  Wenn sie es tun, dann werden die Patienten wahrscheinlich Cannabis oder Cannabinoide einsetzen, um diese Symptome zu lindern.  In diesem Stadium sind die positiven Auswirkungen von Cannabis auf die Symptome der PTBS jedoch weitgehend anekdotisch, obwohl es eine Beobachtungsstudie von Greer et al. gibt, die die positiven Auswirkungen von Cannabis auf die Symptome der PTBS zeigt.

4. In Deutschland hat es nach dem 1. und 2. Weltkrieg sehr viele Opfer in der Zivilbevölkerung und bei der Wehrmacht gegeben, die extremen Situationen ausgesetzt waren und somit unter einer posttraumatischen Störungen gelitten haben/leiden, wie heute Menschen aus z.B. Syrien, dem Jemen oder Afghanistan. Können Sie sich vorstellen, dass man diesen betroffenen Menschen  mit einer dementsprechenden begleiteten Cannabis-Therapie Linderung verschaffen könnte?

Möglicherweise.  Deshalb sind streng gestaltete randomisierte klinische Studien (RCTs) so wichtig.  Wenn RCTs die Wirksamkeit der Cannabis-Pharmakotherapie bei PTBS belegen, würde dies den Weg für eine breitere Anwendung dieser Behandlung ebnen.

5. Es gibt bereits Therapieansätze und Erfolge mit Cannabistherapien bei anderen psychischen Erkrankungen, wie Angstzuständen und Depressionen, die auch im Rahmen von Posttraumatischen Belastungsstörungen auftreten können. Da die Kosten für Cannabiskraut um ein vielfaches geringer sind, als die Behandlung mit den synthetischen Cannabis-Präparaten, würde sich eine Therapie mit standardisiertem Cannabiskraut anbieten, da hier auch die Nebenwirkungen absehbar wären. Haben Sie hierzu schon Erfahrungen machen können und wenn ja, wie waren Ihre Erfolge dabei?

Da ich hier in den Vereinigten Staaten nicht im Krankenkassensystem bin, habe ich keine Patienten mit PTBS mit Cannabis oder Cannabinoiden behandelt.

Cannabis nimmt die Angst

Eine Studie, die schon 2012 veröffentlicht wurde, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22736575 zeigt uns deutlich, wie Menschen, die an PTBS leiden, mit Cannabisextrakten oder Cannabisblüten geholfen werden kann. Egal wie stark ausgeprägt die Symptome waren, mit der Einnahme von Cannabis konnten diese gelindert oder sogar geheilt werden. Auch bei Opfern des Dritten Reichs, die bereits seit 25 Jahren in israelischen Altersheimen mit Cannabis behandelt werden, hat das natürliche Heilkraut den Geist befriedet und den  Holocaust aus dem Kopf genommen.  https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/-israel-cannabis-forschung-marihuana-im-altenheim-6717424

Deutschland braucht Cannabis

In Deutschland hat dieser Krieg stattgefunden, in Deutschland wurden die Gräueltaten erdacht und vollbracht, wäre es nicht langsam an der Zeit, auch dem Volk der Täter eine Möglichkeit der Linderung zu geben? Was für Holocaust-Überlebende und US-Soldaten Linderung ihrer Leiden darstellt, kann auch in Deutschland nicht schaden, ganz im Gegenteil, wenn man die alkoholisierten Massen und die Alkoholmengen, die in unserem Land verköstigt werden, betrachtet: 11,4 Liter reiner Alkohol stellen für alle Bewohner von 0-99 eine krasse medizinische und gesellschaftliche Bedrohung dar. Schädigungen von Neugeborenen durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft sind in den letzten Jahren empfindlich angestiegen. http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Factsheets/Alkohol_in_der_Schwangerschaft.pdf Wenn man dann noch einen Blick in die Bahnhöfe, Fußgängerzonen oder Weihnachtsmärkte der Bundesrepublik wirft und sieht, was Bier und Schnaps anrichten können, weiß man: Deutschland hat ein Rauschgiftproblem und das heißt Ethanol-Konsum bzw. Alkoholismus. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-05/who-alkoholkonsum-deutschland-hoch-europa-vergleich-studie

Muss also Alkohol strenger reglementiert werden? Wir wissen aus der Geschichte, dass (Alkohol-) Prohibition nicht funktioniert. Wäre es da nicht sinnvoller, alte Verbotsstrukturen zu überdenken und in Deutschland endlich gesunde Alternativen zum Alkoholkonsum zu etablieren? Mit Cannabis könnte vielen Menschen eine Möglichkeit gegeben werden, ihren Alkoholkonsum auf das von der WHO empfohlene Maß von maximal zweimal 600 ml Bier pro Woche zu reduzieren. Bei oralem Gebrauch in Form von Getränken oder Speisen hat Hanf bzw. Cannabis nur positive, heilende Eigenschaften, keine negativen Nebenwirkungen, und ist laut einer Studie von Toni Bücher 5000mal weniger suchtgefährdend als Alkohol. Aufgrund seiner angstlösenden und antidepressiven Eigenschaften ist Cannabis eine optimale, natürliche Therapie-Alternative, die auch zum Zwecke einer Selbstmedikation ohne Hürden erhältlich sein sollte. In Indien und Bangladesch wird seit Jahrtausenden von sehr vielen Menschen Bang-Butter als Grundnahrungsmittel verwendet. Kleinkinder und Schwangere essen dieses THC-und CBD-haltige Lebensmittel täglich. Berber in Marokko verwenden Hanf-Kiff, um daraus mit Honig eine heilsame Naturmedizin herzustellen, die auch bei Kindern und Schwangeren Anwendung findet. Sogar von den preußischen Offizieren der Kaiserzeit wurde Hanfkraut in kleinen silbernen Knasterpfeifchen gut und gerne geraucht, weil es, frei nach Wilhelm Busch, „der Seel` a Ruh` gibt“ und, wie wir nun ja wissen, posttraumatische Belastungsstörungen lindert bzw. heilt.

Aus der Vergangenheit lernen

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland seit 500 Jahren immer wieder Menschen durch Kriege in Extremsituationen gebracht wurden und zwei dieser Ereignisse erst circa 70 und 100 Jahre zurückliegen, sollten wir uns bewusst machen, dass wir aufgrund unserer Prägung eine Urangst vor Flucht, Krieg und Gewalt seit Generationen sogar genetisch an unsere Kinder weiter geben, nicht „nur“, wie zum Beispiel von Ingrid Müller-Münsch in ihrem Buch Die geprügelte Generation beschrieben, durch krankhaftes, gewalttätiges Verhalten in Familie und Gesellschaft. Dieses krankhafte Verhalten ist eine Bürde, die der „fromme Deutsche“ als moralischen Kompass seit der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg mit sich herum trägt und als Psychose an seine Kinder weiter gibt. Gleiches gilt für Engländer, Franzosen, Spanier, Russen und Österreicher, usw. Aktuell erleben wir durch die Flüchtlinge, die aus Krisen-und Kriegsgebieten zu uns kommen, dass diese Spirale der Angst noch nicht beendet wurde und deutlich weitere Kreise zieht.

Der vierte Reiter

Kinder und Erwachsene verarbeiten extreme Erlebnisse unterbewusst und können dadurch in ihrer Entwicklung und dem späteren Leben massive gesundheitliche Problem erleiden, die dann weiter vererbt werden können. Die Autoren Michael Schneider und Joachim Süss haben in Nebelkinder – Kriegsenkel treten aus dem Traumaschatten der Geschichte in vielen Fallbeispielen gezeigt, wie tief verwurzelt diese Störungen in uns weiter leben und wie uns der vierte apokalyptische Reiter immer noch quält und im Griff hat. Wir könnten uns diesem Griff endlich und nachhaltig entwinden, wenn unsere politischen Entscheidungsträger sich dazu durchringen könnten, ein Kraut zu re-legalisieren, das den Menschen die Heilung und Befriedung geben kann, die sie benötigen – denn mit Alkohol, Barbituraten und Opiaten geht es nicht, das zeigen uns die letzten 100 Jahre der Hanf-Prohibition. Wir sollten dem vierten Reiter endlich das geben, was er schon so lange sucht: Peace!

Der lange Weg zur Wahrheit oder warum die WHO die UN auffordert, die Single Convention von 1961 zu ändern und was das für die Hanfkonsumenten und Patienten bedeutet.

Der Weg ist bekanntlich das Ziel. Ob die Akteure der WHO diese alte buddhistische Weisheit im Sinn hatten, als sie sich endlich entschieden, den Irrweg der Cannabis-Prohibition zu verlassen, um das zu tun, was sie sich 1986 in Ottawa auf die Fahnen geschrieben haben – die Rettung der Erde?

Gehen wir etwa 99 Jahre zurück, um dies etwas genauer zu erklären. Im Jahr 1919 wurde der Friedensvertrag von Versailles beschlossen und unterzeichnet. Unter dem Eindruck des menschenfressenden Stahlgewitters und der Gräueltaten des Stellungskrieges des Ersten Weltkriegs versammelten sich die Sieger und Verlierer, um endlich eine neue friedliche Ordnung für alle Völker zu schaffen. Vor dem Krieg, am 9. Februar 1909, war in Shanghai die Internationale Opiumkommission gegründet worden. Da die Briten seit den 1820er Jahren den Opiumhandel mit China massiv vorantrieben, um die im chinesischen Volk gewachsenen Sozial- und Handelsstrukturen zu zerstören, wurde von den interessierten Handelsgesellschaften und Gruppen zwischen 1839 und 1860 in zwei Opiumkriege investiert. Über diese Wirtschaftskriege wurde letztlich die Legalisierung des Opiums in China erzwungen. Aufgrund des dadurch auch international florierenden Welthandels mit Opium, tauchten dann um 1900 in den rasch wachsenden Städten der westlichen Welt erstmals Drogenkonsumenten auf. Der in der westlichen, „weißen“ Welt aufkommende Rassismus und die Eugenik hatten zur Folge, dass nun bestimmte Konsumentengruppen stigmatisiert bzw. als soziales Problem betrachtet wurden: So in den USA nicht etwa Opiatabhängige aus der Oberschicht, die sich Heroin in der Apotheke als Lifestyle-Droge kauften, sondern Opium rauchende chinesische Migranten und urbane Jugendgruppen, die unter anderem ebenfalls Heroin konsumierten. Unter dem Eindruck der Folgen des in China in Massen konsumierten Opiums und der Angst vor einem expandierenden Drogenkonsum in der eigenen Gesellschaft, formierte sich in den USA, Großbritannien und anderen europäischen Ländern im ausgehenden 19. Jahrhundert eine christlich-rassistische Anti-Rausch-Bewegung, die auf ein globales Verbot von Alkohol, Opium, Kokain und Heroin hinarbeitete.

Vor diesem Hintergrund fand am 19. Februar 1925 in Genf die 2. Internationale Opiumkonferenz statt, bei der, auch durch Bestrebung der USA und Ägyptens, Cannabis mit in die Reihe der zu verbietenden Stoffe aufgenommen wurde. Warum wurden damals nicht auch Alkohol und Tabak verboten und stigmatisiert? Aus dem einfachen Grund: Die Mitglieder der Kommission tranken und rauchten selber sehr gerne, was man anhand der Bewirtungsliste von Hennessey und Moët&Chandon sehr gut nachvollziehen kann. Hinzu kam, dass die Tabakplantagenbesitzer in Virginia und anderen US-Staaten, denen der immer populärer werdende Cannabiskonsum Marktanteile streitig machte, gewaltigen Einfluss auf den US-Kongress nahmen. Ähnlich die Lage in Ägypten, wo Probleme mit „Rebellen“ bestanden, die für das Rauchen von Hanf keine Steuern zahlen wollten. Die gleiche Situation herrschte in allen europäischen Ländern, denn der Arme-Leute-Tabak, „Knaster“ oder „Starker Tobak“ genannt, war nichts anderes als Cannabis, welches seit Jahrhunderten steuerfrei im Garten angebaut und geraucht wurde.

Die Beschlüsse dieser 2. Opiumkonferenz hatten zur Folge, dass Cannabis international geächtet wurde und die USA und Ägypten mit dem Privileg versehen wurden, als einzige Länder Tabak nach Deutschland exportieren zu dürfen. Bis heute bekommt man bei uns in Deutschland nur legal versteuerten Shisha- oder Hookatabak aus Ägypten. Dies ist die eine Seite der Medaille. Und die andere? Diese andere Seite können wir erst jetzt, fast 100 Jahre später, begutachten und erkennen: Das Cannabisverbot hat den Aufstieg von Kunstfasern und petrochemischen Produkten ermöglicht, welcher, vermeintlich alternativlos, ungebremst in das heutige Szenario von Mikroplastik verseuchten Meeren, vergiftetem Grundwasser und Treibhauseffekt geführt hat. Durch das Cannabisverbot der letzten 100 Jahre war es unmöglich, an dieser Pflanze Forschungen durchzuführen. Vor dem Verbot wurde der erste Kunststoff Bakelit aus Hanfölestern und Hanffasern hergestellt, Henry Ford hatte sogar ein Auto mit Hanf-Karosserie entwickelt. Mit Hanf ist es möglich, 80 Prozent aller Erdölprodukte ökologisch und klimaneutral herzustellen.

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Hat also das Hanfverbot der letzten 100 Jahre mit Schuld an der Klimakatastrophe, in der wir uns befinden? Wenn man sich bewusst macht, dass Hanf auf derselben Fläche viermal mehr Biomasse in einem Jahr erzeugt, als ein vergleichbares Waldstück und dabei auch noch CO2 bindet, kann man sich schon vorstellen, dass wir mit Hanf das Klima und unseren Planeten retten könnten. Dieser Meinung folgt auch die WHO, wobei wir wieder bei diesem langen Weg wären, den wir zusammen mit den Entscheidungsträgern gehen mussten und weiter gehen müssen. Ich hatte die große Ehre, bei der 40. ECDD Konferenz (Opiumkonferenz) in Genf als einziger deutscher Drogenexperte geladen zu sein und dazu beitragen zu dürfen, dass endlich, nach 99 Jahren der Unwahrheiten und Lügen über Hanf, diese Pflanze wieder in das richtige Licht gesetzt wird. Die Einreichungen der internationalen Experten wurden von der zwölfköpfigen Expertenkommission zusammengefasst und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Auswertung hat Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, in einem sechsseitigen Brief an den Generalsekretär der UN, Antonio Guterres, übermittelt. Die drei wichtigsten Aussagen zur Gefährlichkeit von Cannabis beziehen sich auf dessen Toxizität, die Suchtgefährdung und die Gefahr, durch den Konsum eine Psychose (seelische Krankheit) zu erleiden. Was am Anfang des Weges über Hanf behauptet wurde, wird nun als große Lüge entlarvt.

Beginnen wir bei der Toxizität von Hanf und Tetrahydrocannabinol (THC). Laut der Erkenntnisse der WHO liegt die tödliche Dosis von reinem (−)-trans-Δ⁹-Tetrahydrocannabinol bei 4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dies bedeutet, dass bei einem erwachsenen Menschen mit 70 Kilogramm Körpergewicht 280 Gramm reines THC auf einmal in die Blutbahn gelangen müssten, um tödlich wirksam sein zu können. Dies ist theoretisch und praktisch nicht möglich. Ein einfaches Rechenbespiel: Laut BKA sind auf dem deutschen Schwarzmarkt Cannabissorten im Umlauf, die durchschnittlich bis zu 13 Prozent THC-Gehalt haben. Da dies der theoretische Wert des BKA ist und es sich einfacher rechnen lässt, gehen wir von 10 Prozent THC Gehalt aus. Ein Kilogramm dieses Cannabis hätte einen Wirkstoffgehalt von 100 Gramm; es wären also 2,8 Kilogramm Cannabis nötig, um einen 70 Kilogramm schweren Menschen töten zu können – falls dieser es schafft, das THC auf einmal in seine Blutbahn zu bekommen. Wenn man 2,8 Kilogramm des bei uns legal erhältlichen Birkenlaubs verbrennen und einatmen würde, wären die Folgen der Rauchgasvergiftung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit tödlich.

Bei der von deutschen Politikern gerne verbreiteten Gefahr, durch Konsum von Cannabis eine Psychose zu erleiden, sieht es nicht anders aus. Hierzu wurde behauptet und auch durch Studien belegt, dass Cannabis psychotische Effekte bei 3,5 Prozent der Probandengruppe hervorruft. Das kann sein, zumal viele Cannabiskonsumenten bereits bestehende Psychosen im Sinne einer Selbstmedikation mit Cannabis behandeln und es bei der Kontrollgruppe der Nichtkonsumenten immerhin 5,8 – 6 Prozent waren, die eine Psychose erlitten, laut WHO ein ganz normales Verhältnis in Bezug auf die Gesamtbevölkerung. Ein wichtiger Punkt ist auch die Erkenntnis der WHO, dass überhaupt erst durch die Strafverfolgung und den permanenten Verfolgungsdruck durch die Behörden psychotisch-paranoide oder Angstzustände bei den Cannabiskonsumenten erzeugt werden und dies von bestimmten Regierungen verwendet wird, um politisch nicht erwünschte Menschengruppen auszugrenzen, zu maßregeln oder strafrechtlich zu belangen. Dies sind nur ein paar der wichtigsten Punkte – Meilensteine auf dem Weg der Re-Legalisierung von Hanf, aber doch nur ein Anfang, der ermöglicht, weitere Schritte im Umgang mit Hanf und seinen Konsumenten human und ökologisch zu gehen.

Was bedeutet das für die Zukunft? Wir sehen im internationalen Vergleich, dass sich die Regierung in Deutschland immer noch sehr schwer tut mit der Re-Legalisierung. Das liegt an alten Denkmustern, aber genauso an der Lobbyarbeit bestimmter Interessengruppen, die seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts versuchen, Cannabis als Teufelszeug abzutun. Viel war über die Heilwirkung von Cannabis bekannt, bis zum Verbot hatten 75 Prozent aller Medikamente, die in Deutschland in Apotheken angeboten wurden, einen Cannabis-Anteil oder bestanden ganz daraus. Unser gut funktionierendes Gesundheitswesen ist auch ein gigantischer Markt, um den massiv und mit allen Mitteln gekämpft wurde und wird. Da hat eine Heilpflanze, die sich unkompliziert im Garten anbauen lässt, von Haus aus keinen guten Stand. Unser Arzneimittelgesetz wurde durch erfolgreiche Lobbyarbeit so beeinflusst, dass Teedrogen und Heilpflanzen daraus entnommen wurden. Es sind nur Einzelstoffe und Stoffgruppen für die medizinische Versorgung von Kranken praktikabel und nötig, so die Suggestion der Verantwortlichen. Ein Arzt kann Kamillentee empfehlen, aber nicht verschreiben und die Krankenkassen übernehmen die minimalen Behandlungskosten nicht, trotz bewiesener Wirkung. Vor diesem Hintergrund war es natürlich ein wundervoller Zufall für die petrochemische Pharmaindustrie, dass Cannabis 1961 durch die Single Convention auch als Medikament verboten wurde. Der deutsche Gesetzgeber benötigte noch bis 1971, um das Opiumgesetz, aus dem später unser Betäubungsmittelgesetz (BtMG) wurde, an die Forderungen der Interessensgruppen anzupassen. Die Nazis des Dritten Reichs hatten das Opiumgesetz, wie viele andere Rassisten mit Ihnen, dazu verwendet, nicht erwünschte Menschengruppen und „asoziale Rauschgiftabhängige“ von der Bildfläche verschwinden zulassen. Wie viele Drogenkonsumenten Opfer dieser Säuberungen geworden sind, ist nirgends bekannt und ist ein weiterer Stein der Schuld. Dieser ideologisch-rassistische Teil der Cannabisprohibition wird von Dr. Tilmann Holzer in seinem Werk „Die Geburt der Drogenpolitik aus dem Geist der Rassenhygiene“ aufgearbeitet und beschrieben. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten wieder en vogue zu werden scheint, sollten sich unsere politischen Entscheidungsträger langsam aber sicher aus der Komfortzone ihres Elfenbeinturms herauswagen, um endlich wieder am aktuellen Zeitgeschehen teil zu haben, um endlich die von vielen Menschen lange erwartete Bewusstseinserweiterung zu erfahren, um endlich zu erkennen, dass man eine Pflanze nicht ungestraft verbieten kann.

Quellen:

  • Dr. Tilmann Holzer: Die Geburt der Drogenpolitik aus dem Geist der Rassenhygiene
  • Hans-Christian Dany: Speed. Eine Gesellschaft auf Droge
  • Jack Herer / Mathias Böckers: Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf
  • www.WHO. int 

Christoph Roßner vor dem Eingang zum Hauptquatier der WHO in Genf

Mit offenen Karten

Es war einmal. Diese Worte haben wir als Kinder geliebt, denn damit begann ein Märchen und die Eltern gaben uns das, was Kinder am meisten brauchen: Volle Aufmerksamkeit. Wenn aber Erwachsene beginnen, wider besseres Wissen, Märchen als Tatsachen hinzustellen, ist das kriminell, vor allem dann, wenn dabei Milliarden als Gewinn abgeräumt werden und der Leidensdruck kranker Menschen aus Profitgier ignoriert wird. Bei solchen Spielchen sind „offene Karten“ sehr hinderlich und erschweren ein taktisches Spiel.

Das Märchen vom bösen Hanf begann vor über 100 Jahren und wurde am 20. März 2019, um 15 Uhr 30, im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags erneut von Interessensvertretern verschiedener Organisationen und Verbände, zum gefühlt tausendsten Mal, wieder und wieder erzählt. Es wurde, wie jedes Mal, bestätigt, was bereits bekannt ist. Es bestehen chronische Lieferengpässe und die Patienten sind von uninformierten Ärzten umgeben, die sich auf Grund von unsachlichen Informationen, seitens des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), der Bundesärztekammer und der ablehnenden Haltung der Bundesopiumstelle, die durch Prof. Dr. Crämer-Schäffer vertreten wird, nicht trauen, leidenden Patienten Cannabisblüten zu verschreiben. Bis dato wurde das Unvermögen, Cannabis in angemessener Menge anzubauen, zu importieren oder zu exportieren, durch die Bundesregierung damit begründet, dass aufgrund der internationalen Gesetzlage die Möglichkeiten stark eingeschränkt seien und die Verantwortung für diese Situation beim INCB (International Narcotics Control Board) und den UN (Vereinten Nationen), zusammen mit der WHO (Weltgesundheitsorganisation), läge. Ein von der Bundesregierung befragter Experte, vormals Leiter des INCB, erklärte sehr ausführlich, dass die Bundesregierung die Anbaumengen, sowie die Import- und Exportmengen, selbst festlegen kann – ob sie nun beispielsweise zwei oder fünfzigtausend Tonnen anstrebe, läge dabei ganz bei der Bundesregierung. Auch Import und Export müssten lediglich durch die bundeseigene Cannabisagentur bei der INCB gemeldet werden; einem Handel von Cannabis stünde nichts im Wege, wenn sowohl das Sender-, als auch das Empfängerland eine Cannabisagentur hätten. Dies alles wurde von den zuständigen Stellen im Gesundheitsministerium und von der Bundesopiumstelle beflissentlich ignoriert. Vor diesem Hintergrund war die Sitzung im Bundesgesundheitsausschuss ausgesprochen aufschlussreich, denn es wurde offensichtlich, dass die zuständigen Behörden sehr daran interessiert sind, den medizinischen Konsum von Cannabisblüten zu verhindern.

Aber warum sind hier zu Lande gewisse wirtschaftliche und politische Interessensvertreter daran interessiert Cannabis zu verbieten? Gäbe es doch einfache Möglichkeiten, das Kraut zu re-legalisieren, wie wir sie zum Beispiel in Kanada vorfinden, wo die sehr wirksamen und nebenwirkungsarmen Teedrogen mit einem eigenen Gesetz wieder durch Krankenkassen erstattungsfähig werden. Genau dies hat die Pharmalobby in den 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts, durch das Einführen des Betäubungsmittelgesetzes und des Arzneimittelgesetzes, in Deutschland verhindert, beziehungsweise zurückgebaut, da so die wirksamen Teedrogen, wie z.B. Kamille, Salbei, Pfefferminze und auch Cannabis von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt wurden. Das ist auch der Grund, warum die Pharmalobbyverbände, Landesregierungen, sowie das INCB so eine Heidenangst vor der Cannabislegalisierung haben. Legale Teedrogen, wie zum Beispiel Cannabis, Coca, Ephidrea, Kath oder auch Kratom sind hochwirksame und ökologische Konkurrenten der hochgiftigen und umweltverschmutzenden petrochemischen Substanzen, also der Erdölprodukte.

Wobei wir nun bei der Wahrheit hinter dem bösen Märchen vom Hanf wären, nämlich, dass es bei der ganzen Cannabisdebatte den Gegnern des Krautes nicht um Gesundheits- und Jugendschutz geht, sondern nur darum, einen alten, unökologischen Wirtschaftszweig gegen einen neuen, frischen, schnellwachsenden Trieb mit Hilfe von unfairen Mitteln zu verteidigen. Die gleichen, bezüglich der Anwendung von Cannabis ach so besorgten Vertreter von MDK, ABDA und Bundesgesundheitsministerium rechtfertigen den Einsatz von zum Beispiel Ritalin bei Kindern, obwohl bekannt ist, dass Patienten Persönlichkeitsveränderungen, Selbsttötungsgedanken und Herzinfarkte erleiden können durch das Medikament, das auch als illegale Droge Speed Verwendung findet. Quelle: https://www.novartis.de/system/files/product-info/057063_GI_Ritalin_3.pdf

Gerade der Umgang des Gesetzgebers und der Ärzteschaft mit Ritalin und die parallel bestehende Situation der Cannabispatienten zeigt ganz deutlich, wie in unserem Land ideologische und wirtschaftliche Interessensgruppen mehr Rechte bekommen als andere – das ist mehr als schädlich für unsere Demokratie und unseren Wirtschaftsstandort. Auch Herr Dr. med. Grotenhermen (http://www.cannabis-med.org/german/acm-mitteilungen/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=283#2), der als Fachmann geladen war, wundert sich, warum die Drogenbeauftragten der Parteien und der Regierung sich um Cannabis als Medizin kümmern müssen, Opiate oder Ritalin jedoch nicht in ihrem Entscheidungsbereich liegen, dafür aber als Medikamente voll anerkannt sind und auch als solche behandelt werden. Dies liegt wie eingangs schon erwähnt an der Weigerung unserer Bundesregierung, ein Drogenpflanzengesetz zu implementieren, was aber mehr als nötig wäre, da endlich Tatsachen geschaffen werden müssen, die unserer Gesellschaft zuträglich sind. http://www.rossner-consulting.de/Veroeffentlichungen/

Unsere Kinder haben eine neue gute Perspektive für ihre Zukunft, wenn wir es endlich schaffen, den Bann, der auf den Heilpflanzen und Naturdrogen liegt, zu brechen. Die Eiskönigin Frau Merkel und ihr Team sollten sich endlich von ihrer antiquarischen und weinseeligen Sichtweise trennen und unserer Jugend den Schutz und die Sicherung ihrer Zukunft ermöglichen. Und das ist nur mit Pflanzen wie Hanf als Energie-, Genuss- und Heilpflanze möglich.